Genossenschaft

Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele!

Unter diesem Motto entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Genossenschaften. Arbeiter, Bauern und kleine Handwerksbetriebe haben sich zusammen geschlossen, um für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten. In genossenschaftlichen Darlehenskassen und Vorschussvereinen gaben sie sich gegenseitig Kredite, die sie von klassischen Banken nicht bekommen konnten.
Der Dreiklang „Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung“ prägt auch heute noch die Unternehmensform der Genossenschaft.

Langsam aber sicher wird es auch bei uns mit der Genossenschaftsgründung immer konkreter. Solltet ihr jetzt schon überlegen, vielleicht Genossenschaftsanteile im Rahmen des Bahnhofprojekts zu kaufen, hätten wir eine Bitte. Eine Interessensbekundung eurerseits ist noch völlig unverbindlich und verpflichtet euch zu nichts. Sie ermöglicht es uns aber, Kontakt mit euch aufzunehmen, wenn die Genossenschaftsgründung bevorsteht. Wenn ihr also informiert werden wollt, wann Genossenschaftsanteile gekauft werden können, dann füllt diese Interessensbekundung aus und wir werden euch anschreiben, sobald es soweit ist.

Wenn ihr euch näher über das Prinzip der Genossenschaft informieren wollt, dann lest hier weiter:

Identitätsprinzip – starke Bindung und Verantwortung für das Unternehmen

Die Mitglieder einer Genossenschaft sind gleichzeitig Entscheidungsträger, Geschäftspartner und Kapitalgeber. Sie haben dadurch eine starke Bindung zu dem Unternehmen.

Mitbestimmung – gleiches Recht für alle

Jedes Mitglied hat, unabhängig von seiner Kapitalbeteiligung, nur eine Stimme und damit das gleiche Gewicht bei Entscheidungen. Dies schützt vor der Dominanz Einzelner und sichert die Unabhängigkeit von externen Interessen.

Die Förderung der Mitglieder steht im Mittelpunkt

Genossenschaften dienen ihren Mitgliedern dazu, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Das kann ein wirtschaftliches, soziales oder kulturelles Ziel sein. Dabei ist die Genossenschaft allein und ausschließlich der Förderung der Interessen ihrer Mitglieder verpflichtet.

Nachhaltiges wirtschaftliches Handeln

Etwaige Überschüsse können als genossenschaftliche Rückvergütung an die Mitglieder verteilt oder zur weiteren Stabilisierung des Unternehmens in Form von Rücklagen oder Investitionen verwendet werden.

Genossenschaftsanteile bilden das Eigenkapital

Der Zahl der Mitglieder einer Genossenschaft ist keine Obergrenze gesetzt. Jedes Mitglied zeichnet einen oder mehrere Geschäftsanteile, deren Höhe in der Satzung festgelegt ist. Zusammen bilden die Anteile der Mitglieder das Eigenkapital des Unternehmens.

Die Haftung ist begrenzt

Die Haftung der Mitglieder ist auf die Geschäftsanteile begrenzt. Den Gläubigern haftet das Vermögen der Genossenschaft, eine weitergehende Haftung der Mitglieder kann per Satzung ausgeschlossen werden.

Sicheres Geschäftsmodell

Die eingetragene Genossenschaft ist aufgrund der internen Kontrolle durch die Mitglieder und die unabhängige Prüfung durch den Genossenschaftsverband die mit weitem Abstand insolvenzsicherste Rechtsform in Deutschland.

Genossenschaft hat sich bewährt

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Genossenschaft ein erfolgreiches Unternehmensmodell. Durch ihren demokratischen Charakter und ihre besonderen Werte sind genossenschaftli-che Unternehmen bis heute ein wichtiger Faktor in Wirtschaft und Gesellschaft. Jeder vierte Deutsche ist Mitglied in einer Genossenschaft.